Braukurse in Berlin

Wer als Besucher der „Grünen Woche“ beim Deutschen Brauer-Bund und seiner „Informationsinsel Deutsches Bier“ noch nicht genug gesehen und verkostet hat, ist ein Kandidat für einen Mitmach-Braukurs.

Wer in Berlin in die Kunst des Bierbrauens hineinschnuppern möchte, kommt am „Berliner Kindl“ nicht vorbei. Die Marke der Berliner-Kindl-Schultheiss-Brauerei-GmbH ist auch heute noch ein überregionaler Begriff. Gegründet wurde die Traditionsbrauerei 1872 als „Vereinsbrauerei Berliner Gastwirte zu Berlin AG“ im Stadtteil Neukölln. Neben der erwähnten Großbrauerei hält Berlin aber auch mehrere urige Gasthausbrauereien für erlebnisreiche Stunden bereit, die neben vorzüglichen Bieren echte Handwerkskunst zu bieten haben.

Das „Brauhaus in Spandau“ bietet sogar Übernachtungsmöglichkeiten für allzu bierbegeisterte Kursteilnehmer. Um sich das Diplom zum Ende des Kurses zu verdienen, heißt es in jedem Fall: Ärmel hochkrempeln und mitmachen, wenn der Braumeister seine unterhaltsame Einführung beendet hat. Das vermittelte Hintergrundwissen über den Weg vom Rohstoff bis zum gut gekühlten Schluck aus dem Glas kann man beim Schroten, Maischen und Läutern, beim Kochen und Filtrieren in die Praxis umsetzen. Ein feines Mittagessen in geselliger Runde liefert eine gute Grundlage für die Verkostung diverser Biersorten.

In Berlin darf bei der Verkostung die Berliner Weiße, eingetragene Marke des „Verbands der Berliner Brauer“, keinesfalls fehlen. Das obergärige Schankbier aus Gersten- oder Weizenmalz mit 7 bis 8 % Stammwürze, das nach der alkoholischen Gärung eine zweite Milchsäuregärung durchläuft, ist zwar länger haltbar als andere Sorten, schmeckt aber etwas säuerlich. Es wird mit Himbeer- oder Waldmeistersirup „versüßt“ und aus einem halbkugelförmigen Glas mit Stiel – mit oder ohne Strohhalm – getrunken.