Braukurse in München

Das Münchner Kindl, Wappenfigur und Botschafterin Münchens, ziert nicht nur Postkarten, Bierkrüge und Bierdeckel, es führt am ersten Sonntag des Oktoberfests den großen Schützen- und Trachtenumzug der Wiesnwirte an. Auf einem Pferd sitzend, in braun-gelber Franziskanerkutte und einem Maßkrug in der Hand repräsentiert es nicht nur die Landeshauptstadt, sondern auch München als bayerische Biermetropole.

„Münchner Bier“ ist seit 1998 eine geografisch geschützte Angabe. Nur das innerhalb der Stadtgrenzen Münchens vom „Verein Münchner Brauereien“ (= Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu, Paulaner und Spaten) produzierte Bier darf sich so nennen, und nur dieses wird in den Wiesnzelten des Oktoberfests ausgeschenkt.

Aber auch der Biergarten ist ein echtes Münchner Gewächs. 1812 gab König Max I. Joseph den Brauern der Stadt die Erlaubnis, direkt bei ihren Lagerkellern Bier auszuschenken, untersagte aber den Verkauf von Speisen. Also genoss der Münchner das frische Bier unter den zur Kellerkühlung gepflanzten Kastanienbäumen und brachte das Essen selbst mit. Brauchtum, das auch heute gepflegt wird.

Wenn Sie sich in der Bierhauptstadt München in die Braukunst einführen lassen möchten, haben Sie die Qual der Wahl. Vom 4-stündigen Crash-Kurs bei Leberkäs’ und Freibier nehmen Sie interessantes Hintergrundwissen und ein Bierkennerdiplom mit nach Hause. Die ganztägige Luxusausführung beinhaltet die Verkostung hauseigener Biere, Mittagessen oder deftige Brotzeit und die aktive Teilnahme am Brauprozess unter dem kundigen Auge des Braumeisters. Er führt Sie ein in die Kunst des Schrotens, Maischens und Läuterns und demonstriert, wie das Bier vom Sudhaus in die Flasche kommt. Auch dieser Kurs entlässt Sie als „diplomierter Bierkenner“.